Ausschnitt aus Zeitung

Sie leben im Aichfeld? Gut für Sie!

Mobilität ist neben Gesundheit das zentrale Lebensqualität-Thema für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Das regionale Nahverkehrsunternehmen Regionalbus Aichfeld-Murboden liefert seinen Beitrag dazu in geradezu vorbildlicher Weise.

„Wir haben im Herbst alle unsere Einrichtungen auf Barrierefreiheit überprüfen lassen“, so DI Markus Hauser, verantwortlich für die Entwicklung der 1996 gestarteten Initiative Regionalbus Aichfeld. Im Fokus des Barrierefreiheit-Checks stand nicht nur das Regionalbüro in Knittelfeld, sondern auch die Busse und Haltestellen selbst, sowie alle verwendeten Werbemittel und natürlich der Webauftritt. „Darüber hinaus setzen wir noch spezielle Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Fahrgastinformation und Stelenbeschriftung um“, so Hauser.

Rechtzeitig handeln

Hintergrund dieser groß angelegten Offensive für mehr Barrierefreiheit ist das Bemühen, für alle Bürgerinnen und Bürger der Region ein verlässlicher Partner für den öffentlichen Verkehr zu sein. Denn Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ist kein freiwilliger Zusatznutzen, sondern wird vom Behindertengleichstellungsgesetz auch rechtlich eingefordert. Wer also rechtzeitig darauf schaut, dass die Kriterien für eine barrierefreie Umgebung erfüllt sind, erspart sich später viel Ärger. Hauser: „Das ist aber bei Weitem nicht der einzige Beweggrund: Wir setzen damit ein starkes Zeichen, dass das Thema in der Region stärker verankert wird.“

Experten beauftragt

Mit der Durchführung der Checks waren die Expertinnen und Experten der Initiative „Cedos – Bereit für Barrierefreiheit“ beauftragt. Das Besondere bei Cedos: Die Checks – also die Überprüfungen auf Barrierefreiheit – werden von Menschen durchgeführt, die selbst mit einer Behinderung leben. So wird beispielsweise die Zugänglichkeit von Gebäuden von Menschen mit einer körperlichen Behinderung durchgeführt, Webseiten werden von Menschen mit Sehbeeinträchtigung gecheckt. Wesentlicher Vorteil der Methode: "Man bekommt ein klares Feedback über das, was wirklich gebraucht wird", so Markus Hauser.

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